{"id":14,"date":"2026-10-22T11:08:15","date_gmt":"2026-10-22T09:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/cb-blog.ch\/?p=14"},"modified":"2026-10-31T19:19:10","modified_gmt":"2026-10-31T17:19:10","slug":"der-hitzesommer-2026-graechen-das-wallis-und-ein-klimawandel-der-uns-alle-betrifft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cb-blog.ch\/?p=14","title":{"rendered":"Der Hitzesommer 2026: Gr\u00e4chen, das Wallis und ein Klimawandel, der uns alle betrifft."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor rund f\u00fcnfzig Jahren trug die Natureisbahn in Gr\u00e4chen von Anfang Dezember bis Mitte M\u00e4rz. Heute ist sie h\u00e4ufig nur noch eine paar wenige Wochen nutzbar. Die Zahl der Tage, an denen das Thermometer ganztags unter null bleibt, ist sp\u00fcrbar zur\u00fcckgegangen. Und die Schneeschmelze im Dorf beginnt mittlerweile teilweise schon Mitte Februar. Der westliche Steilhang auf die Plattja ist je l\u00e4nger je mehr bewaldet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind pers\u00f6nliche Beobachtungen, keine Messreihen. Aber sie beschreiben dieselbe Entwicklung, die MeteoSchweiz, die ETH Z\u00fcrich und die Wetterdienste der Nachbarl\u00e4nder mit Messdaten belegen \u2014 nur eben so, dass man sie vor der eigenen Haust\u00fcr nachvollziehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sommer 2026 hat diese Entwicklung f\u00fcr alle sichtbar gemacht. Er war in der Schweiz der heisseste seit Messbeginn 1864. Er war jedoch kein Ausreisser, sondern ein Punkt auf einer Kurve, die seit f\u00fcnfzig Jahren korrekt vorhergesagt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein heisser Sommer allein ist Wetter. Die H\u00e4ufung und Verst\u00e4rkung solcher Sommer ist Klima. Das wird leider oft verwechselt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Worum es in diesem Beitrag geht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Diskussion \u00fcber den Klimawandel verl\u00e4uft oft so, als sei noch offen, ob es ihn gibt. Das ist er schon lange nicht mehr. Die zugrunde liegende Physik ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt, die quantitative Prognose seit den 1970er-Jahren belastbar \u2014 und die \u00d6lindustrie hat sie selbst berechnet, bevor sie sie \u00f6ffentlich bestritt.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>1 &#8211; Was 2026 geschah<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein historisch heisser Juni<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mittlere Junitemperatur der Schweiz lag 2026 um <strong>3,5 \u00b0C \u00fcber der Referenzperiode 1991\u20132020<\/strong>. MeteoSchweiz ordnet den Monat als drittw\u00e4rmsten Juni seit Messbeginn 1864 ein. In Basel wurden w\u00e4hrend der Hitzewelle <strong>39,0 \u00b0C<\/strong> gemessen \u2014 ein neuer Allzeitrekord f\u00fcr die Deutschschweiz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Zeitraum vom 19. bis 28. Juni erreichten die gemittelten Tagesh\u00f6chsttemperaturen unter anderem in Basel, Neuenburg, Z\u00fcrich und Davos neue Rekorde f\u00fcr eine zehnt\u00e4gige Hitzeperiode. Dass auch <strong>Davos auf 1594 Metern<\/strong> betroffen war, ist der entscheidende Punkt f\u00fcr die Alpen: <strong>Extreme W\u00e4rme bleibt nicht mehr in den Talb\u00f6den<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig versch\u00e4rfte sich die Trockenheit. Die Niederschl\u00e4ge lagen im Juni vielerorts deutlich unter dem langj\u00e4hrigen Mittel, \u00f6rtlich fielen weniger als 40% der \u00fcblichen Junimenge. Im Juli setzte sich das fort. MeteoSchweiz dokumentierte braune Wiesen, Trockenstress bei B\u00e4umen und eine rekordfr\u00fche Fruchtreife von verschiedenen Fr\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>\n  Juni 2026<\/td><td>\n  +3,5 \u00b0C gegen\u00fcber 1991\u20132020, drittw\u00e4rmster Juni seit 1864<\/td><\/tr><tr><td>\n  Basel<\/td><td>\n  39,0 \u00b0C \u2014 neuer Allzeitrekord der Deutschschweiz<\/td><\/tr><tr><td>\n  19.\u201328. Juni<\/td><td>\n  mehrere neue Rekorde f\u00fcr eine zehnt\u00e4gige Hitzeperiode<\/td><\/tr><tr><td>\n  Juli<\/td><td>\n  erneute Hitzewelle und anhaltender Trockenstress<\/td><\/tr><tr><td>\n  Sommer gesamt<\/td><td>\n  heissester Schweizer Sommer seit Messbeginn 1864<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Wallis: Hitze steigt in die H\u00f6he<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Juli folgte eine zweite markante Hitzewelle. Die tiefen Lagen des Wallis lagen zeitweise im Bereich der offiziellen Hitzewarnungen. Das Rhonetal geh\u00f6rt ohnehin zu den w\u00e4rmsten und trockensten Regionen der Schweiz \u2014 hier wirkt jede zus\u00e4tzliche Erw\u00e4rmung besonders unmittelbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist aber die H\u00f6henentwicklung. Mit zunehmender Erw\u00e4rmung treten Hitzetage und ungew\u00f6hnlich warme N\u00e4chte auch in Lagen auf, die bisher als verl\u00e4sslich k\u00fchl galten. F\u00fcr Bergd\u00f6rfer ver\u00e4ndert das mehr als nur den Sommerkomfort: Es betrifft Wasserverf\u00fcgbarkeit, Wald, Permafrost und die Schneesaison gleichermassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Europa im selben Sommer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schweiz stand nicht allein. In <strong>Deutschland<\/strong> lag das Sommermittel bei 19,6 \u00b0C \u2014 der zweitw\u00e4rmste Sommer seit Messbeginn, nur 2003 war mit 19,7 \u00b0C minimal w\u00e4rmer. Gegen\u00fcber der Referenzperiode 1961\u20131990 bedeutet das +3,3 \u00b0C. Der Deutsche Wetterdienst h\u00e4lt ausdr\u00fccklich fest: Beispiellos war 2026 nicht die Spitze, <strong>sondern die H\u00e4ufigkeit der Hitze<\/strong>. Der neue deutsche Hitzerekord von <strong>41,8 \u00b0C<\/strong> fiel am 27. Juni in M\u00f6ckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt) \u2014 auff\u00e4llig fr\u00fch im Jahr, nicht im Hochsommer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00d6sterreich<\/strong> verzeichnete am 5. August mit 41,2 \u00b0C in Bad Deutsch-Altenburg einen Allzeitrekord. Vor 2026 war die 40-Grad-Marke dort \u00fcberhaupt nur ein einziges Mal \u00fcberschritten worden; 2026 geschah es an sechs Tagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das europ\u00e4ische Maximum erreichte <strong>46,5 \u00b0C<\/strong> in Noto auf Sizilien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was der Sommer gekostet hat<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bilanz ist erheblich. Die gesch\u00e4tzten hitzebedingten Todesf\u00e4lle in Europa lagen bei rund <strong>36 000<\/strong> (Stand August, Daten aus etwa der H\u00e4lfte der L\u00e4nder). F\u00fcr Deutschland sch\u00e4tzt das Robert-Koch-Institut bis Mitte August 14 000 bis 15 800 F\u00e4lle, f\u00fcr die Schweiz rund 220. Der vorl\u00e4ufig bezifferte Sachschaden liegt in der Gr\u00f6ssenordnung von <strong>180 Milliarden Euro<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist Genauigkeit wichtig: Es handelt sich um statistische Sch\u00e4tzungen der \u00dcbersterblichkeit, nicht um gez\u00e4hlte Todesf\u00e4lle. Die meisten Menschen starben nicht an einem Hitzschlag, sondern an Organbelastung bei bestehenden Vorerkrankungen. Genau deshalb ist Hitzeschutz in erster Linie Gesundheitsschutz f\u00fcr gef\u00e4hrdete Gruppen enorm wichtig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Gletscher<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nirgends ist die Bilanz so unmittelbar ablesbar wie am Eis. Der <strong>Gletscherschwundtag<\/strong> fiel 2026 auf den 29. Juni: Ab diesem Datum war die Winterschneedecke aufgebraucht, sodass jeder weitere heisse Tag direkt an die Substanz der Gletscher ging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahlen aus dem Wallis sind drastisch. Der <strong>Griesgletscher<\/strong> verlor in weniger als einem Jahr sechs Meter Eisdicke. Am <strong>Rhonegletscher<\/strong> schmolzen an der Zunge seit Mitte Juni rund zehn Zentimeter pro Tag, \u00fcber den Sommer etwa vier Meter. Und der <strong>Bella-Tola-Gletscher<\/strong> existiert \u00fcberhaupt nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den vergangenen sieben Jahren sind 160 Schweizer Gletscher verschwunden. GLAMOS projiziert, dass bis <strong>2050 rund 600<\/strong> von 1300 Gletschern verschwinden und <strong>bis 2100 etwa 80%<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gletscher waren jahrhundertelang der Sommerspeicher der Schweiz: Sie geben genau dann Wasser ab, wenn es am trockensten ist. Dieser Speicher f\u00e4llt weg \u2014 und das ist eine infrastrukturelle , keine \u00e4sthetische oder optische Frage.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>2 &#8211; Warum das keine \u00dcberraschung ist<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einzelner Sommer beweist keinen Klimawandel. Das muss er auch nicht. Die Beweislage ruht auf langen Messreihen, auf physikalischen Gesetzen und auf Vorhersagen, die sich \u00fcberpr\u00fcfen lassen \u2014 und \u00fcberpr\u00fcft wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der globale Befund<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th><strong>Indikator<\/strong><\/th><th><strong>Wert<\/strong><\/th><th><strong>Referenz<\/strong><\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>\n  Menschgemachte Erw\u00e4rmung<\/td><td>\n  1,37 \u00b0C (2025)<\/td><td>\n  vorindustriell 1850\u20131900<\/td><\/tr><tr><td>\n  Aktuelle Erw\u00e4rmungsrate<\/td><td>\n  0,27 \u00b0C pro Jahrzehnt<\/td><td>\n  Mittel 2016\u20132025<\/td><\/tr><tr><td>\n  CO\u2082-Konzentration<\/td><td>\n  rund 427 ppm (2025), Maiwert 2026: 432 ppm<\/td><td>\n  vorindustriell 280 ppm<\/td><\/tr><tr><td>\n  Energiebedingte CO\u2082-Emissionen<\/td><td>\n  38,4 Gt, +0,4% (2025)<\/td><td>\n  IEA, neuer H\u00f6chststand<\/td><\/tr><tr><td>\n  Erd-Energieungleichgewicht<\/td><td>\n  Rekordhoch, in Jahrzehnten verdoppelt<\/td><td>\n  IGCC 2026<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die CO\u2082-Konzentration liegt heute <strong>\u00fcber 50% \u00fcber dem vorindustriellen Niveau<\/strong>, und der Anstieg erfolgt rund hundertmal schneller als beim nat\u00fcrlichen \u00dcbergang aus der letzten Eiszeit. Dabei beschleunigt er sich weiter: In den 1960er-Jahren betrug er etwa 0,88 ppm pro Jahr, in den 2010er-Jahren rund 2,41 ppm, in den 2020er-Jahren bisher etwa 2,63 ppm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kein einziges Jahr seit Messbeginn 1959 war r\u00fcckl\u00e4ufig \u2014 auch nicht 2020, im Jahr der weltweiten Pandemie-Stillst\u00e4nde. Bei fortgesetzten Emissionen wird die <strong>1,5-Grad-Marke <\/strong>laut IGCC um 2030 erreicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>150 Jahre Physik<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erw\u00e4rmung durch CO\u2082 ist keine Vermutung, sondern seit \u00fcber 150 Jahren Laborwissen. Eine kurze Chronologie macht das anschaulicher als jede Erkl\u00e4rung:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>\n  1856<\/td><td>\n  Eunice Foote zeigt experimentell, dass CO\u2082-haltige Luft sich in der Sonne st\u00e4rker erw\u00e4rmt.<\/td><\/tr><tr><td>\n  1859<\/td><td>\n  John Tyndall vermisst die Infrarot-Absorption von CO\u2082 und Wasserdampf im Labor.<\/td><\/tr><tr><td>\n  1896<\/td><td>\n  Svante Arrhenius berechnet als Erster die Erw\u00e4rmung bei einer CO\u2082-Verdopplung \u2014 und liegt in der richtigen Gr\u00f6ssenordnung.<\/td><\/tr><tr><td>\n  1979<\/td><td>\n  Der Charney-Report der US-National Academy of Sciences beziffert die Klimasensitivit\u00e4t auf 1,5\u20134,5 \u00b0C pro CO\u2082-Verdopplung.<\/td><\/tr><tr><td>\n  1988<\/td><td>\n  James Hansen sagt vor dem US-Senat aus; das IPCC wird gegr\u00fcndet.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Charney-Report aus dem Jahr 1979 verdient besondere Aufmerksamkeit. Sein Wertebereich von 1,5 bis 4,5 Grad hat 45 Jahre Forschung fast unver\u00e4ndert \u00fcberstanden; die heutige beste Sch\u00e4tzung liegt bei rund 3 Grad. Das war <strong>eine echte Vorhersage \u00fcber fast f\u00fcnfzig Jahre \u2014 und sie ist eingetroffen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wissenschaftliches Modell, das eine Entwicklung \u00fcber f\u00fcnf Jahrzehnte richtig vorhersagt, ist kein Modell mehr. Es ist best\u00e4tigte Physik. Wer den Klimawandel heute als offene Frage darstellt, ignoriert damit nicht eine Meinung, sondern gesichertes Wissen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1988\" height=\"1192\" src=\"https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16\" srcset=\"https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-1.png 1988w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-1-300x180.png 300w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-1-1024x614.png 1024w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-1-768x460.png 768w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-1-1536x921.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1988px) 100vw, 1988px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>CO\u2082 in der Atmosph\u00e4re seit der letzten Eiszeit. W\u00e4hrend der gesamten menschlichen Zivilisationsgeschichte lag die Konzentration zwischen rund 260 und 285 ppm \u2014 der senkrechte Anstieg rechts umfasst knapp zweihundert Jahre. Daten: antarktischer Eiskern-Verbundrecord (Bereiter et al. 2015), aktueller Wert Mauna Loa (NOAA).<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was die \u00d6lkonzerne wussten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die \u00d6lindustrie fr\u00fch Bescheid wusste, ist keine Vermutung mehr, sondern dokumentiert und best\u00e4tigt. Die erste quantitative Auswertung der Klimaprognosen eines \u00d6lkonzerns stammt von Supran, Rahmstorf und Oreskes (Science, Januar 2023). Untersucht wurden 32 interne Exxon-Dokumente aus den Jahren 1977 bis 2002 sowie 72 begutachtete Publikationen von Exxon-Wissenschaftlern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Befunde sind eindeutig. Von 16 Temperaturprojektionen zwischen 1977 und 2003 sagten je nach Messmethode <strong>63 bis 83%<\/strong> die tats\u00e4chliche Erw\u00e4rmung zutreffend voraus. Damit waren sie <strong>mindestens so gut wie die Modelle unabh\u00e4ngiger akademischer und staatlicher Forschung<\/strong> derselben Zeit; eine Projektion von 1985 erreichte sogar einen Treffer von 99%.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus verwarf Exxon intern korrekt die damals popul\u00e4re Eiszeit-Hypothese, sagte zutreffend voraus, wann die menschgemachte Erw\u00e4rmung erstmals statistisch nachweisbar sein w\u00fcrde, und sch\u00e4tzte das verbleibende CO\u2082-Budget f\u00fcr 2 Grad richtig ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu zeigten Supran und Oreskes (2017 und 2020): Exxon-Anzeigen in der New York Times stellten den Klimawandel zwischen 1989 und 2004 \u00fcberwiegend als fraglich, unsicher oder unl\u00f6sbar dar \u2014 w\u00e4hrend die eigenen <strong>internen Papiere das Gegenteil<\/strong> festhielten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00d6lkonzerne wussten es also nicht nur \u2014 sie haben die Wissenschaft mitentwickelt. Und anschliessend \u00f6ffentlich Zweifel an genau dem finanziert, was ihre eigenen Modelle zeigten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1742\" height=\"1155\" src=\"https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-17\" srcset=\"https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-2.png 1742w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-2-300x199.png 300w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-2-1024x679.png 1024w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-2-768x509.png 768w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-2-1536x1018.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1742px) 100vw, 1742px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die globale Mitteltemperatur seit 1850, dargestellt mit zwei unabh\u00e4ngigen Datens\u00e4tzen. Die dicke Linie zeigt das Zehn-Jahres-Mittel. Daten: NOAA GlobalTemp und NASA GISTEMP, umbasiert auf 1850\u20131900.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Hinweis zu den Zahlen, falls jemand nachrechnet: Die Grafik zeigt +1,41 \u00b0C beobachtete Erw\u00e4rmung f\u00fcr 2025. Die weiter oben genannten 1,37 \u00b0C bezeichnen den <strong>menschgemachten Anteil<\/strong> nach IGCC, also die um nat\u00fcrliche Schwankungen bereinigte Erw\u00e4rmung. Beide Werte sind richtig; sie messen leicht Unterschiedliches.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>3 &#8211; Was auf die Schweiz und das Wallis zukommt<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neuen Schweizer Klimaszenarien <strong>Klima CH2025<\/strong> (NCCS, MeteoSchweiz und ETH Z\u00fcrich) gehen einen anderen Weg als fr\u00fchere Generationen. Sie arbeiten nicht mehr prim\u00e4r mit einem einzelnen extremen Zukunftsbild, sondern zeigen, was verschiedene globale Erw\u00e4rmungsniveaus konkret f\u00fcr die Schweiz bedeuten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was eine 3-Grad-Welt f\u00fcr die Schweiz bedeutet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer globalen Erw\u00e4rmung von 3 \u00b0C gegen\u00fcber vorindustrieller Zeit rechnet Klima CH2025 f\u00fcr die Schweiz mit rund <strong>4,9 \u00b0C<\/strong> Erw\u00e4rmung \u2014 also fast dem Doppelten des globalen Werts. Der heisseste Tag des Jahres w\u00e4re im Schweizer Mittel etwa <strong>4,4 \u00b0C heisser<\/strong> als in der Referenzperiode 1991\u20132020.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Kennzahlen aus demselben Szenario machen die Gr\u00f6ssenordnung greifbar: Extrem heisse Tage, die zwischen 1991 und 2020 nur alle 50 Jahre auftraten, w\u00fcrden rund <strong>16,7-mal h\u00e4ufiger<\/strong>. Die Nullgradgrenze stiege um etwa <strong>550 Meter<\/strong>, und die Schneemenge ginge um rund <strong>25%<\/strong> zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum die Alpen st\u00e4rker betroffen sind<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass sich die Schweiz etwa doppelt so stark erw\u00e4rmt wie der globale Durchschnitt, hat drei Gr\u00fcnde, die sich \u00fcberlagern. Der erste ist die <strong>Binnenlage<\/strong>: Landmassen erw\u00e4rmen sich schneller als Ozeane, und in den globalen Mittelwert geht sehr viel Meer ein. Der zweite ist, dass sich <strong>Westeuropa insgesamt \u00fcberdurchschnittlich<\/strong> erw\u00e4rmt, also st\u00e4rker als der globale Mittelwert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der dritte Grund ist die <strong>Eis-Albedo-R\u00fcckkopplung<\/strong>: Schmelzende Schnee- und Eisfl\u00e4chen reflektieren weniger Sonnenlicht, der dunklere Untergrund absorbiert mehr Energie \u2014 und verst\u00e4rkt damit die Erw\u00e4rmung zus\u00e4tzlich. Gerade dieser Effekt wirkt im Gebirge besonders stark.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Schweiz bedeutet das eine \u00fcberdurchschnittlich hohe Verwundbarkeit: Gletscherschwund, auftauender Permafrost und h\u00e4ufigere Naturgefahren schreiten rascher voran als in den meisten anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vier Ver\u00e4nderungen pr\u00e4gen die Zukunft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>\n  Hitze<\/td><td>\n  h\u00e4ufiger, l\u00e4nger und intensiver<\/td><\/tr><tr><td>\n  Sommertrockenheit<\/td><td>\n  mehr Verdunstung und trockenere B\u00f6den<\/td><\/tr><tr><td>\n  Starkniederschlag<\/td><td>\n  heftigere Einzelereignisse bleiben trotz trockenerer Sommer m\u00f6glich<\/td><\/tr><tr><td>\n  Schnee<\/td><td>\n  weniger Schnee und eine k\u00fcrzere Schneesaison<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der dritte Punkt wirkt auf den ersten Blick widerspr\u00fcchlich, ist es aber nicht: W\u00e4rmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und gibt sie dann konzentrierter ab. Trockenere Sommer insgesamt und heftigere einzelne Gewitter sind zwei Seiten derselben Physik \u2014 und f\u00fcr ein Bergtal bedeutet das gleichzeitig Wassermangel und erh\u00f6hte Murgang-Gefahr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00fcr das Wallis heisst das konkret<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das Wallis bedeutet das zun\u00e4chst mehr und intensivere Hitzewellen \u2014 besonders im Rhonetal, zunehmend aber auch in Berglagen. H\u00f6here Temperaturen und st\u00e4rkere Verdunstung trocknen die Sommer zus\u00e4tzlich aus. Es f\u00e4llt weniger Schnee, die Schneesaison wird k\u00fcrzer, und das trifft den Wintertourismus unmittelbar. Die Gletscherschmelze geht weiter und verschiebt dabei das saisonale Wasserangebot: Wasser steht dann nicht mehr zur Verf\u00fcgung, wenn es am dringendsten gebraucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig werden Starkniederschl\u00e4ge h\u00e4ufiger und heftiger, obwohl die Sommer insgesamt trockener ausfallen. F\u00fcr W\u00e4lder, Landwirtschaft, Infrastruktur und Gesundheit steigt die Belastung damit auf mehreren Wegen zugleich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sommer 2026 war kein Blick in eine ferne Zukunft. Extreme Hitze findet bereits im heutigen Klima statt. Mit jeder zus\u00e4tzlichen Erw\u00e4rmung steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass aus aussergew\u00f6hnlichen Sommern zunehmend Standard werden.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>4 &#8211; Wo wir heute stehen<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor es um Massnahmen geht, lohnt ein n\u00fcchterner Blick auf die Ausgangslage. Sie ist weder so hoffnungslos noch so beruhigend, wie verschiedene Lager gern behaupten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was funktioniert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat 2025 neue Rekorde erreicht. Weltweit wurden <strong>800 GW<\/strong> erneuerbare Kapazit\u00e4t zugebaut, davon <strong>75% Solar<\/strong>. Die kumulierte Solarleistung liegt bei rund 2800 GW und ist damit die gr\u00f6sste installierte Erzeugungstechnologie der Welt. <strong>Erstmals \u00fcberhaupt deckte eine moderne erneuerbare Quelle \u2014 Solar \u2014 mit \u00fcber 25% den gr\u00f6ssten Anteil am globalen Wachstum der Energienachfrage<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Batteriespeicher wuchsen um 40% auf fast 110 GW Zubau, mehr als je ein Gaskraftwerks-Jahrgang zuvor. Auch bei den Emissionen gibt es Bewegung: Chinas Emissionen sanken 2025 um etwa 0,5%, Indiens blieben erstmals seit den 1970er-Jahren unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen flach. F\u00fcr 2026 erwartet die IEA, dass Erneuerbare 36% der globalen Stromversorgung stellen \u2014 gegen\u00fcber 32% Kohle, dem niedrigsten Kohleanteil seit einem Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was nicht funktioniert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz aller Ausbaurekorde sind die Emissionen weiter gestiegen, auf einen neuen H\u00f6chststand. <strong>Das Wachstum verlangsamt sich zwar \u2014 aber eine Verlangsamung ist noch kein R\u00fcckgang.<\/strong> Der Ausbau deckt bisher \u00fcberwiegend zus\u00e4tzlichen Bedarf, statt bestehende fossile Anlagen zu ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist dabei ein Punkt, der in Debatten regelm\u00e4ssig untergeht: Die Konzentration in der Atmosph\u00e4re reagiert nicht auf Trends, sondern auf Summen. Solange die Nettoemissionen \u00fcber null liegen, steigt sie weiter \u2014 unabh\u00e4ngig davon, wie erfreulich die Zuwachsraten bei den Erneuerbaren aussehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben die Wende in der Technologie geschafft, in der Bilanz aber noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>China<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im November 2025 legte China erstmals absolute Reduktionsziele \u00fcber alle Treibhausgase und Sektoren vor: minus 7 bis 10% Netto-Treibhausgase bis 2035 gegen\u00fcber dem Emissionsh\u00f6hepunkt, \u00fcber 30% nichtfossiler Anteil an der Prim\u00e4renergie und 3600 GW Wind- und Solarkapazit\u00e4t bis 2035.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umsetzung l\u00e4uft dabei schneller als die Zielsetzung. Das 1200-GW-Ziel f\u00fcr 2030 war bereits Mitte 2025 mit 1673 GW \u00fcbertroffen \u2014 sechs Jahre fr\u00fcher als geplant. 2025 baute China knapp 500 GW zu, \u00fcber 60% des weltweiten Zuwachses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Climate Action Tracker stuft das Ziel dennoch als \u00abhighly insufficient\u00bb ein, und das zu Recht: Die Ausgangsbasis \u2014 der H\u00f6hepunkt \u2014 ist nicht definiert, was Spielraum nach oben l\u00e4sst. Unter der ohnehin geltenden Politik erwartet er zwischen 2025 und 2035 einen R\u00fcckgang von 4 bis 24%. Das Ziel ist also eher eine Untergrenze als ein Ehrgeiz. <strong>Kohle<\/strong> lieferte 2024 noch <strong>58% des chinesischen Stroms<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist der Antrieb: China baut nicht aus Klimaschutz aus, sondern aus Industriepolitik und Energiesicherheit. Das macht die Entwicklung robuster gegen\u00fcber Regierungswechseln \u2014 nicht fragiler.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>USA<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Austritt aus dem Pariser Abkommen wurde im Januar 2026 formell wirksam. Anfang 2026 zogen sich die USA zus\u00e4tzlich aus der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) zur\u00fcck \u2014 <strong>als einziges Land der Welt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Endangerment Finding<\/strong> war eine der tragenden rechtlichen S\u00e4ulen der US-Klimapolitik. 2009 hatte die Umweltbeh\u00f6rde EPA offiziell festgestellt, dass sechs zentrale Treibhausgase:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>\n  Kohlendioxid (CO\u2082)<\/td><\/tr><tr><td>\n  Methan (CH\u2084)<\/td><\/tr><tr><td>\n  Lachgas (N\u2082O) \/ Distickstoffmonoxid<\/td><\/tr><tr><td>\n  Teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFCs)<\/td><\/tr><tr><td>\n  Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs)<\/td><\/tr><tr><td>\n  Schwefelhexafluorid (SF\u2086)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">die \u00f6ffentliche Gesundheit und das Wohlergehen heutiger und k\u00fcnftiger Generationen gef\u00e4hrden. Am 12. Februar 2026 hob die EPA unter Administrator Lee Zeldin diese Feststellung auf. Die Regierung bezeichnet das als gr\u00f6sste Deregulierung der US-Geschichte und beziffert die Einsparung auf 1,3 Billionen Dollar. Klagen von NGOs, Gesundheitsverb\u00e4nden und Bundesstaaten laufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wirtschaftlich wirksamer, aber weniger beachtet, ist die Streichung der IRA-Steuergutschriften: Neue Wind- und Solarprojekte m\u00fcssen vor Juli 2026 mit dem Bau beginnen und bis Ende 2027 am Netz sein, um sie noch zu erhalten. Die Gutschrift f\u00fcr Elektroautos lief im Juni 2026 aus statt wie vorgesehen 2032.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Effekt ist messbar \u2014 aber nicht der, den die meisten erf\u00fcrchten. Die Rhodium Group rechnet unter allen Bundes- und Staatsregelungen mit Stand Juni 2026 weiterhin mit <strong>minus 27 bis 41% gegen\u00fcber 2005 bis zum Jahr 2040<\/strong>. <strong>Die US-Emissionen sinken also weiter, nur langsamer<\/strong>. Der Climate Action Tracker beziffert die Differenz zum vorherigen Pfad auf 14 bis 15% h\u00f6here Emissionen im Jahr 2030. Im Jahr 2025 stiegen sie sogar, getrieben von mehr Kohleverstromung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum sie trotzdem fallen: Bundesstaaten regulieren weiter, <strong>Gas und Erneuerbare sind gegen\u00fcber Kohle schlicht billiger<\/strong>, und ein Teil der Fachleute h\u00e4lt die Aufhebung f\u00fcr eher symbolisch, weil die EPA-Regulierung historisch nicht der Haupttreiber der US-Reduktionen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die R\u00fccknahme ist ein juristischer Akt, kein physikalischer. Man kann eine Verordnung aufheben. Man kann die Strahlungsbilanz der Atmosph\u00e4re nicht aufheben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was daraus folgt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die extremste Erw\u00e4rmung, die man noch vor wenigen Jahren f\u00fcr m\u00f6glich hielt, wurde nicht durch Klimapolitik abgewendet, sondern durch fallende Solarpreise. Vor zehn Jahren sahen die Projektionen rund 3,6 Grad bis 2100; heute liegt die <strong>Sch\u00e4tzung f\u00fcr die tats\u00e4chlich beschlossene Politik bei etwa 2,6 Grad<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist gleichzeitig die gute und die unbequeme Nachricht. Gut, weil die Technologie schneller war als die Politik. Unbequem, weil sich der Rest daraus nicht von allein ergibt: Zwischen 2,6 Grad und 1,7 Grad stehen keine Naturgesetze, sondern Entscheidungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und eine Ehrlichkeit geh\u00f6rt dazu: Was die USA und China k\u00fcnftig <strong>tun werden<\/strong>, weiss niemand. Belastbar ist, was beschlossen ist und was unabh\u00e4ngige Institute daraus hochrechnen. Alles dar\u00fcber hinaus w\u00e4re eine politische Prognose \u2014 und solche Prognosen lagen in den letzten zehn Jahren in beide Richtungen daneben.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>5 &#8211; Die h\u00e4ufigsten Einw\u00e4nde<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer \u00fcber das Klima spricht, begegnet immer wieder denselben Argumenten. Die meisten lassen sich sachlich beantworten \u2014 und einige davon haben einen wahren Kern, den man anerkennen sollte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abDas Klima hat sich immer ver\u00e4ndert.\u00bb<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja \u2014 und genau deshalb wissen wir, wie es sich verh\u00e4lt. Aus Eisbohrkernen kennen wir Ursache und Tempo fr\u00fcherer Wechsel. Die heutige Rate ist rund hundertmal schneller als am Ende der letzten Eiszeit, und die bekannten nat\u00fcrlichen Antriebe \u2014 Sonne, Vulkanismus, Erdbahnparameter \u2014 zeigen seit 1980 in die falsche Richtung. Sie k\u00f6nnen die beobachtete Erw\u00e4rmung nicht erkl\u00e4ren, die Treibhausgase schon.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abDie Modelle liegen immer daneben.\u00bb<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Charney-Report von 1979 und Exxons eigene Modelle von 1982 haben die Erw\u00e4rmung bis heute getroffen. Wer die Modelle f\u00fcr unzuverl\u00e4ssig h\u00e4lt, muss erkl\u00e4ren, warum sie \u00fcber 45 Jahre funktioniert haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abDie Schweiz macht nur 0,1% aus.\u00bb<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sachlich korrekt und trotzdem kein Argument. Aber, es gibt keinen einzigen Emittenten, der mehr als etwa ein Viertel ausmacht \u2014 nach dieser Logik w\u00e4re niemand zust\u00e4ndig. Zudem verschweigen die Schweizer Inlandemissionen von 4,5 Tonnen pro Kopf den <strong>Konsum-Fussabdruck von rund 12 Tonnen pro Kopf<\/strong>. Importierte Emissionen geh\u00f6ren wirtschaftlich zu uns, auch wenn sie statistisch anderswo anfallen, wir leben vom Ausland.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abKlimaschutz ruiniert die Wirtschaft.\u00bb<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sommer 2026 kostete Europa in einer einzigen Saison eine Gr\u00f6ssenordnung von 180 Milliarden Euro plus Zehntausende Todesf\u00e4lle. Die Frage ist also nicht, <strong>ob<\/strong> gezahlt wird, sondern wof\u00fcr und wann: ob wir jetzt in den Umbau investieren oder sp\u00e4ter ein Vielfaches f\u00fcr Sch\u00e4den, die dann niemand mehr steuern kann. Nichts machen wird immense Kosten verursachen f\u00fcr n\u00e4chste Generationen, wir werden  f\u00fcr dies als enorme Egoisten dastehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abEin einzelner heisser Sommer beweist nichts.\u00bb<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtig, ein Sommer nicht. Deshalb rechnen Attributionsstudien. World Weather Attribution kommt f\u00fcr die Junihitze 2026 zum Ergebnis: Diese Temperaturen w\u00e4ren unter den Bedingungen von 1976 im Juni <strong>praktisch unm\u00f6glich<\/strong> gewesen; tags\u00fcber lag die Hitzewelle rund 3,5 \u00b0C \u00fcber dem, was sie damals gewesen w\u00e4re. Der Juni ist der sich am schnellsten erw\u00e4rmende Monat Europas.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abErst soll China liefern.\u00bb<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">China ist heute der gr\u00f6sste Einzelemittent und tr\u00e4gt damit eine erhebliche Verantwortung. <strong>Historisch<\/strong> liegt die <strong>Hauptlast allerdings bei den USA und Europa<\/strong>, die den Grossteil des bereits in der Atmosph\u00e4re befindlichen CO\u2082 verursacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem aber ist das Argument empirisch \u00fcberholt: China baute 2025 knapp 500 GW erneuerbare Kapazit\u00e4t zu \u2014 \u00fcber 60% des weltweiten Zuwachses \u2014 und seine Emissionen sanken erstmals um rund 0,5%. Das ist noch keine Trendwende und geschieht auf sehr hohem Niveau. Wer diesen Einwand heute vorbringt, argumentiert jedoch mit dem Stand von 2015.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wo Kritik berechtigt ist<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber das Ziel gibt es wenig zu streiten, \u00fcber den Weg sehr wohl. Die Rolle der Kernkraft, die Wahl zwischen CO\u2082-Abgabe und Emissionshandel, die Frage, wer die \u00dcbergangskosten tr\u00e4gt, und ob CO\u2082-Entnahme eine notwendige Erg\u00e4nzung oder eine bequeme Ausrede ist \u2014 das sind offene Fragen, bei denen kompetente Leute unterschiedlicher Meinung sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schweizer Abstimmungsgeschichte zeigt das Muster pr\u00e4zise: Nein zum CO\u2082-Gesetz 2021, Ja zum Klima- und Innovationsgesetz 2023 mit 59,1%, deutliches Nein zur Klimafonds-Initiative am 8. M\u00e4rz 2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ziel ist mehrheitsf\u00e4hig. Der Preis ist es nicht. Wer das anerkennt, kommt im Gespr\u00e4ch weiter als jemand, der jede Kostenfrage f\u00fcr Sabotage h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>6 &#8211; Was zu tun ist<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zwei Aufgaben gleichzeitig<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Folgen des Klimawandels sind im Wallis bereits sichtbar. Anpassung ist deshalb notwendig \u2014 aber Anpassung allein gen\u00fcgt nicht. Je st\u00e4rker die globale Erw\u00e4rmung begrenzt wird, d<strong>esto geringer werden die sp\u00e4teren Sch\u00e4den<\/strong> und desto beherrschbarer bleiben die Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erstens: die Ursache bremsen.<\/strong> Der entscheidende Hebel ist der Ausstieg aus fossilen Energietr\u00e4gern. F\u00fcr die Schweiz heisst das: Geb\u00e4ude ohne \u00d6l und Gas beheizen, Strom erneuerbar erzeugen und ausbauen, den Verkehr elektrifizieren und dort vermeiden, wo er unn\u00f6tig ist, Industrieprozesse dekarbonisieren und Energie effizienter einsetzen. Das gesetzliche Ziel ist Netto-Null bis 2050.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zweitens: sich an das Unvermeidbare anpassen.<\/strong> Das Wallis muss sich auf mehr Hitze, trockenere Sommer, ver\u00e4nderte Wasserverf\u00fcgbarkeit, weniger Schnee, auftauenden Permafrost und intensivere Starkniederschl\u00e4ge vorbereiten. Dazu geh\u00f6ren Wassermanagement, Schutz vor Naturgefahren, hitzetaugliche Geb\u00e4ude und Siedlungen, robuste W\u00e4lder sowie eine angepasste Landwirtschaft und Infrastruktur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese beiden Aufgaben konkurrieren nicht miteinander. A<strong>npassung ist keine Kapitulation, sondern akuter Gesundheits- und Infrastrukturschutz \u2014 der Sommer 2026 hat das vorgef\u00fchrt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Massnahmen wirklich etwas bewirken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht jede Massnahme wirkt gleich stark. Ordnet man nach Wirkung statt nach Sichtbarkeit, ergibt sich eine klare Rangfolge:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th><strong>Ebene<\/strong><\/th><th><strong>Wirkung<\/strong><\/th><th><strong>Beispiele<\/strong><\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>\n  Systemisch<\/td><td>\n  sehr hoch<\/td><td>\n  Strommarktregeln, Netzausbau, CO\u2082-Preis, Bauvorschriften<\/td><\/tr><tr><td>\n  Investiv (einmalig, langlebig)<\/td><td>\n  hoch und dauerhaft<\/td><td>\n  Heizungsersatz, Geb\u00e4uded\u00e4mmung, Fahrzeugwahl, Pensionskassen-Anlage<\/td><\/tr><tr><td>\n  Verhaltensbezogen<\/td><td>\n  mittel<\/td><td>\n  Flugverzicht, Ern\u00e4hrung, Mobilit\u00e4tsmuster<\/td><\/tr><tr><td>\n  Symbolisch<\/td><td>\n  gering<\/td><td>anstelle Plastikr\u00f6hrchen Strohhalme zum Trinken verwenden,  <p>Standby-Optimierung<\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6ssten Hebel liegen beim System \u2014 also bei den Regeln, die f\u00fcr alle gelten. Diese Regeln setzt die Politik, und die Politik w\u00e4hlen wir. Danach kommen die Investitionen: einmalige Entscheidungen, die \u00fcber Jahrzehnte wirken. <strong>Wer seine Heizung ersetzt, sein Haus d\u00e4mmt oder sein Geld anders anlegt, ver\u00e4ndert seinen Fussabdruck dauerhaft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verhaltens\u00e4nderungen wirken ebenfalls, aber schw\u00e4cher. Wenn aber die ersten ausgesch\u00f6pft sind, werden diese immens wichtig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die f\u00fcnf Entscheidungen, die z\u00e4hlen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcnf pers\u00f6nliche Entscheidungen bestimmen praktisch den gesamten individuellen Fussabdruck. Alles andere ist Rundungsfehler:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wie heizen Sie?<\/strong> \u00d6l und Gas oder W\u00e4rmepumpe und Fernw\u00e4rme.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wie fahren Sie?<\/strong> Verbrenner oder Elektro, \u00f6V und Velo.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wie oft fliegen Sie?<\/strong> Und wie weit.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Was essen Sie?<\/strong> T\u00e4glich Fleisch oder \u00fcberwiegend pflanzlich, regional und saisonal.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wo liegt Ihr Geld?<\/strong> Pensionskasse, Bank, Anlagen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese f\u00fcnf Bereiche angeht, bewegt mehr als mit allen anderen Massnahmen zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was Sie konkret tun k\u00f6nnen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th><strong>Bereich<\/strong><\/th><th><strong>Wirksame Schritte<\/strong><\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>\n  Heizen<\/td><td>\n  \u00d6l- und Gasheizungen ersetzen; W\u00e4rmepumpe, erneuerbare W\u00e4rme und eine gute Geb\u00e4udeh\u00fclle nutzen.<\/td><\/tr><tr><td>\n  Strom<\/td><td>\n  Photovoltaik nutzen oder ausbauen, erneuerbaren Strom beziehen und Strom dann verbrauchen, wenn er verf\u00fcgbar ist.<\/td><\/tr><tr><td>\n  Mobilit\u00e4t<\/td><td>\n  Zu Fuss, Velo und \u00f6V, wo es sinnvoll ist; bei einem notwendigen Auto m\u00f6glichst elektrisch; Flugreisen reduzieren.<\/td><\/tr><tr><td>\n  Geb\u00e4ude im Sommer<\/td><td>\n  Aussenbeschattung, Nachtausk\u00fchlung und gute D\u00e4mmung zuerst; Klimaanlagen gezielt <strong>statt als alleinige <\/strong>L\u00f6sung.<\/td><\/tr><tr><td>\n  Konsum<\/td><td>\n  Produkte l\u00e4nger nutzen, reparieren und unn\u00f6tigen Material- und Energieverbrauch vermeiden.<\/td><\/tr><tr><td>\n  Ern\u00e4hrung<\/td><td>\n  Lebensmittelverschwendung vermeiden und den Anteil besonders emissionsintensiver Lebensmittel reduzieren.<\/td><\/tr><tr><td>\n  Wasser<\/td><td>\n  Wasser effizient verwenden, Regenwasser wo m\u00f6glich zur\u00fcckhalten und G\u00e4rten an trockenere Sommer anpassen.<\/td><\/tr><tr><td>\n  Mitentscheiden<\/td><td>\n  Klimaschutz nicht nur privat betrachten: Gemeinden, Unternehmen und Politik bestimmen Infrastruktur und Rahmenbedingungen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein praktischer Hinweis zum ersten Punkt: In der Schweiz sind f\u00fcr den Ersatz einer fossilen Heizung durch eine W\u00e4rmepumpe je nach Kanton und Gemeinde bis zu 30 000 Franken F\u00f6rdergelder abrufbar. Der Flaschenhals ist erfahrungsgem\u00e4ss nicht das Geld, sondern das Wissen dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was Gemeinden und Kantone leisten m\u00fcssen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An erster Stelle steht der <strong>Ausbau von Netz und Speicher<\/strong> \u2014 der Engpass <strong>ist l\u00e4ngst nicht mehr die Erzeugung, sondern der Transport und die Speicherung<\/strong>. Ebenso dringend ist die <strong>Hitzevorsorge in den Siedlungen<\/strong>: Hitzeaktionspl\u00e4ne, Beschattung, Entsiegelung, Trinkbrunnen und gezielter Schutz gef\u00e4hrdeter Gruppen. Und die <strong>Wasserbewirtschaftung<\/strong> muss neu gedacht werden, weil der Gletscherspeicher wegf\u00e4llt und die Sommerversorgung anders gesichert werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommen zwei Aufgaben, die weniger sichtbar, aber ebenso wirksam sind: den <strong>Verkehr elektrifizieren<\/strong> und bestehende Fehlanreize abbauen, sowie <strong>Klimarisiken in die Finanzregulierung<\/strong> aufnehmen \u2014 \u00fcber Offenlegungspflichten, Stresstests und die Anlagepolitik der Pensionskassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00fcr Unternehmen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Unternehmen gilt zuerst der einfachste Grundsatz: <strong>Effizienz vor allem anderen<\/strong>, denn die g\u00fcnstigste Kilowattstunde bleibt die nicht verbrauchte. Danach folgt die Umstellung des <strong>Beschaffungsstroms auf erneuerbare Quellen<\/strong> \u2014 sie wirkt schnell und bindet wenig Kapital.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umgekehrt verh\u00e4lt es sich bei der <strong>Prozessw\u00e4rme<\/strong>: Ihre Dekarbonisierung ist langsam und kapitalintensiv und muss deshalb jetzt geplant werden, auch wenn sie erst in Jahren wirkt. Und schliesslich geh\u00f6ren die <strong>physischen Klimarisiken in der Lieferkette<\/strong> bewertet \u2014 der Sommer 2026 war daf\u00fcr die Generalprobe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Schweiz: der konkrete Stand<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gesetzlicher Rahmen.<\/strong> Im Juni 2023 nahm das Stimmvolk das Klima- und Innovationsgesetz mit 59,1% an. Zusammen mit dem revidierten CO\u2082-Gesetz ist es seit dem 1. Januar 2025 in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ziele.<\/strong> Netto-Null bis 2050, mit den Zwischenzielen minus 50% bis 2030 und minus 75% bis 2040 gegen\u00fcber 1990.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ist-Stand.<\/strong> 2024 emittierte die Schweiz 40,1 Millionen Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalente \u2014 minus 27,3% gegen\u00fcber 1990 (BAFU-Treibhausgasinventar). Bezieht man die Bilanz des Landnutzungssektors mit ein, betr\u00e4gt die Netto-Reduktion minus 22,3%.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wo es vorangeht und wo nicht.<\/strong> Den gr\u00f6ssten R\u00fcckgang verzeichnen die Geb\u00e4ude \u2014 dank D\u00e4mmung und W\u00e4rmepumpen \u2014 sowie die Industrie. <strong>Das Sorgenkind bleibt der Verkehr<\/strong>: 2024 stiess er 13,4 Millionen Tonnen aus, nur etwa 10% weniger als 1990. Mit 33,5% ist er heute der gr\u00f6sste Emittentensektor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 34 Jahren wurden 27% geschafft. In den n\u00e4chsten sechs Jahren sollen weitere 23%-punkte folgen. Das ist die eigentliche L\u00fccke \u2014 nicht das Ziel, sondern die Steigung.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>7 &#8211; Verantwortung: Politik, Industrie, jeder Einzelne<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vom grenzenlosen Wachstum zur Nachhaltigkeit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Klimawandel ist <strong>nicht nur ein Energieproblem<\/strong>. Er ist auch das Ergebnis unseres Umgangs mit Ressourcen. \u00dcber Jahrzehnte beruhte wirtschaftlicher Erfolg darauf, immer mehr zu produzieren, zu verkaufen und zu konsumieren. Rohstoffe und Energie waren billig, w\u00e4hrend die Folgen ihrer Nutzung \u2014 Treibhausgase, Wasserverbrauch, Abf\u00e4lle, Fl\u00e4chenverbrauch und Umweltbelastungen in den Produktionsl\u00e4ndern \u2014 im Preis eines Produktes kaum sichtbar wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf einem begrenzten Planeten kann der Verbrauch von Energie und Rohstoffen jedoch nicht grenzenlos wachsen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Entwicklung und Wohlstand aufh\u00f6ren m\u00fcssen, sondern wie Wohlstand m\u00f6glich bleibt, ohne daf\u00fcr immer mehr Ressourcen zu verbrauchen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1312\" height=\"1199\" src=\"https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-18\" srcset=\"https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-3.png 1312w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-3-300x274.png 300w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-3-1024x936.png 1024w, https:\/\/cb-blog.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-14-3-768x702.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1312px) 100vw, 1312px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Nachhaltigkeit heisst nicht Verzicht auf Fortschritt, sondern eine andere Richtung: erneuerbar statt fossil, langlebig statt kurzlebig, reparieren statt wegwerfen, Kreisl\u00e4ufe statt Abfall, Qualit\u00e4t statt gedankenlosem Massenkonsum.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verantwortung auf drei Ebenen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Politik<\/strong> setzt die Regeln f\u00fcr Energie, Verkehr, Raumplanung, Geb\u00e4ude, Umweltstandards und Kreislaufwirtschaft. Sie entscheidet auch dar\u00fcber, ob Umweltkosten im Preis eines Produktes \u00fcberhaupt sichtbar werden. Politik entsteht aber nicht unabh\u00e4ngig von uns: <strong>Wir w\u00e4hlen und stimmen dar\u00fcber ab, welche Regeln gelten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Industrie<\/strong> entscheidet, wie produziert wird. Produkte m\u00fcssen langlebiger, reparierbar und wiederverwertbar werden. Material- und Wasserkreisl\u00e4ufe m\u00fcssen geschlossen, fossile Energie ersetzt und unn\u00f6tige \u00dcberproduktion vermindert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Konsumentinnen und Konsumenten<\/strong> entscheiden mit ihrem Geld, welche Produkte und Gesch\u00e4ftsmodelle erfolgreich sind. <strong>Preis und Bequemlichkeit d\u00fcrfen nicht die einzigen Kriterien sein:<\/strong> Herkunft, Lebensdauer, Reparierbarkeit und Herstellungsbedingungen geh\u00f6ren ebenso dazu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Verbindung l\u00e4uft durch uns<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese drei Ebenen sind keine getrennten Zust\u00e4ndigkeiten, zwischen denen man die Verantwortung hin- und herschieben k\u00f6nnte. Sie h\u00e4ngen zusammen \u2014 und die entscheidende Verbindung l\u00e4uft durch uns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Politik ist kein Naturereignis.<\/strong> Sie ist das Ergebnis von Wahlen und Abstimmungen, also von Entscheidungen, die wir treffen oder unterlassen. Es kommt deshalb nicht nur darauf an, <strong>dass<\/strong> wir w\u00e4hlen, sondern <strong>wof\u00fcr<\/strong>. Wer nicht w\u00e4hlt, \u00fcberl\u00e4sst anderen die Regeln. Wer w\u00e4hlt, ohne auf die Folgen f\u00fcr Energie, Verkehr, Geb\u00e4ude und Umwelt zu schauen, tut im Ergebnis dasselbe. Die Regeln, unter denen Industrie und Konsum stattfinden, sind damit letztlich von uns legitimiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Markt ist kein Schicksal.<\/strong> Jeder Kauf ist eine Stimme f\u00fcr ein Gesch\u00e4ftsmodell. Wer billige Wegwerfprodukte kauft, finanziert genau jenes, das die Probleme verursacht. Wer dagegen auf <strong>Langlebigkeit, Reparierbarkeit und faire Herstellung<\/strong> achtet statt auf den tiefsten Preis, verschiebt die Nachfrage \u2014 und damit das Angebot. Industrie produziert, was sich verkauft. Kein Unternehmen stellt dauerhaft her, was niemand kauft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das gilt in beide Richtungen.<\/strong> Wer<strong> gedankenlos w\u00e4hlt,<\/strong> <strong>billig und kurzlebig einkauft <\/strong>und<strong> ohne Not fliegt<\/strong>, bekommt genau die Politik und genau die Produkte, die daraus folgen. Auch das ist eine Entscheidung \u2014 nur eine unbewusste. <strong>Eine neutrale Position gibt es nicht: Nichtstun ist kein Ausstieg aus dem System, sondern eine Stimme f\u00fcr den bestehenden Zustand.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das heisst nicht, dass der Einzelne die Welt allein rettet. Diese Erwartung w\u00e4re unfair und falsch, und die grossen Weichen werden gemeinschaftlich gestellt. Aber es heisst: Unser Handeln ist nicht folgenlos. Wer sein Konsumverhalten \u00e4ndert, ver\u00e4ndert den Markt. Wer bewusst w\u00e4hlt, ver\u00e4ndert die Politik. Wer beides tut, ver\u00e4ndert die Richtung, in die sich eine Gesellschaft bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zukunft ist kein Ereignis, das \u00fcber uns kommt. Sie ist das Ergebnis von Millionen t\u00e4glicher Entscheidungen \u2014 und jede davon liegt bei uns. Wir sind nicht Zuschauer. Wir sind diejenigen, die entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zum Schluss<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Emissionen der kommenden Jahre entscheiden wir dar\u00fcber, wie weit die Erw\u00e4rmung noch geht. Deshalb braucht es beides: die Ursachen konsequent vermindern und uns gleichzeitig auf jene Ver\u00e4nderungen vorbereiten, die bereits unvermeidbar geworden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt keinen Punkt, an dem alles verloren w\u00e4re. Jedes Zehntelgrad, das wir vermeiden, lohnt sich \u2014 jedes Zehntelgrad, das wir zulassen, schadet. Es gibt kein Ende der Anstrengung und kein Ende der Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Prognose von 1979 lag bei 1,5 bis 4,5 Grad pro CO\u2082-Verdopplung. Nach 45 Jahren Forschung liegen wir bei etwa 3. Die Wissenschaft hat sich nicht geirrt \u2014 sie hatte nur recht, bevor es bequem war.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Exxons Modelle waren nicht schlechter als die der Universit\u00e4ten. Sie waren teilweise besser. Und dann hat das Unternehmen Anzeigen geschaltet, die das Gegenteil behaupteten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Sei du selbst die Ver\u00e4nderung, die du dir w\u00fcnschst f\u00fcr diese Welt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mahatma Gandhi<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schweiz und Wallis<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>MeteoSchweiz<\/strong> \u2014 Sommerbilanz 2026, Juni 2026 (drittw\u00e4rmster Juni der Schweiz), Hitzewelle von historischem Ausmass, erneut markante Hitzewelle im Juli 2026, Vegetationsentwicklung Juli 2026.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>NCCS \/ MeteoSchweiz \/ ETH Z\u00fcrich<\/strong> \u2014 Klima CH2025, Schweizer Klimaszenarien, 2025.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>GLAMOS \/ ETH Z\u00fcrich<\/strong> (Matthias Huss) \u2014 Gletschermessnetz, Gletscherschwundtag 2026.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>BAFU<\/strong> \u2014 Treibhausgasinventar 2024, Langfristige Klimastrategie 2050 und Netto-Null-Ziel.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>International<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Deutscher Wetterdienst<\/strong> \u2014 Sommerbilanz 2026 und Attributionsstudie zur Junihitze, 20.7.2026.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>World Weather Attribution<\/strong> \u2014 Keeping et al., \u00abFossil fuel emissions have rapidly worsened European heatwaves\u00bb, 26.6.2026.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>IEA<\/strong> \u2014 Global Energy Review 2026, Electricity 2026.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Climate Action Tracker \/ Rhodium Group<\/strong> \u2014 L\u00e4nderbewertungen und US-Emissionsprojektionen 2026.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>NOAA \/ Met Office \/ Copernicus<\/strong> \u2014 Keeling-Kurve, Mauna-Loa-Daten, Indicators of Global Climate Change 2026.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Supran, Rahmstorf &amp; Oreskes<\/strong> \u2014 Science 379, eabk0063 (2023), DOI 10.1126\/science.abk0063.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ressourcen und Textilien<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Europ\u00e4isches Parlament<\/strong> \u2014 \u00abFast Fashion: EU-Gesetze f\u00fcr einen nachhaltigeren Textilkonsum\u00bb, aktualisiert 10.9.2025.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Water Footprint Network \/ Chapagain et al.<\/strong> \u2014 Water Footprint of Cotton Consumption.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hinweis: Opfer- und Schadenszahlen des Sommers 2026 sind vorl\u00e4ufig. Die definitive saisonale Gesamtbilanz von MeteoSchweiz kann einzelne Sommerkennzahlen noch pr\u00e4zisieren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity cb-downloads-rule\"\/>\n\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor rund f\u00fcnfzig Jahren trug die Natureisbahn in Gr\u00e4chen von Anfang Dezember bis Mitte M\u00e4rz. Heute ist sie h\u00e4ufig nur noch eine paar wenige Wochen nutzbar. 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